KOMMANDO SCHNELLE EINSÄTZE

  Verein  FÖRDERER

Geschichte der Brigade

  VORGESTERN


Am 1. September 1956 wurde in der Breitenseerkaserne in Wien das Kommando der 3. motorisierten Infanteriebrigade aufgestellt und vorläufig untergebracht. Bereits am 15. Oktober 1956 quartierte sich das Kommando der "Dritten" im ehemaligen Bahnhofshotel in Krems ein. Die Brigade setzte sich zum Zeitpunkt der Gründung aus dem Feldjägerbataillon 9, dem Infanteriebataillon 10 und der Brigadeartillerieabteilung 3 zusammen.

Das Feldjägerbataillon 9 aus Spittal an der Drau verlegte noch im selben Jahr nach Horn und Krems; das Klagenfurter Infanteriebataillon 10 zog 1957 in die Garnison St. Pölten ein. Die vorerst mit Feldhaubitzen in Salzburg aufgestellte Brigadeartillerieabteilung 3 verlegt 1958 nach Allentsteig.  Brigadeunmittelbare Einheiten wurden nach und nach aufgestellt und in Krems, St. Pölten und Allentsteig stationiert. Den ersten Schritt zu einer mechanisierten - also gepanzerten - Brigade erfolgte 1959 mit dem Zulauf von russischen Kampfpanzern der Type T-34. Am 1. Jänner 1963 erfolgte die Umgliederung in die 3. Panzergrenadierbrigade bestehend aus Brigadekommando in Mautern, dem Panzergrenadierbataillon 9 in Horn und Weitra, dem Panzerbataillon 10 in St. Pölten und dem Panzerartilleriebataillon 3 in Allentsteig.

In Mautern wurden im Panzerstabsbataillon 3 die brigadeunmittelbar geführten Kompanien zusammengefasst.

  GESTERN


Im Zuge der Neustrukturierungen - Heeresgliederungen verlor die 3. Panzergrenadierbrigade nach und nach ihre Kernbataillone. So wurde im Herbst 1998 das St. Pöltner Panzerbataillon 10 aus der "Dritten" aus- und der 4. Panzergrenadierbrigade eingegliedert.

Im Gegenzug erhielt die Brigade das Panzergrenadierbataillon 35 in Großmittel, das Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing und das Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach; die ersten weiblichen Rekruten und der Kampfpanzer Leopard 2A4 kamen in die "Dritte". Im Jahr 1999 wurde das Brigadekommando aus dem Panzerstabsbataillon 3 ausgegliedert und besteht seither als eigenständiges Kommando. Im Juli 2002 erfolgte die Unterstellung des Panzerabwehrbataillon 1 in Wr. Neustadt.

Damit kamen die Jagdpanzer Jaguar in die Brigade. 2003 wurde der Schützenpanzer Ulan bei den beiden Panzergrenadierbataillonen eingeführt, was eine wesentliche Kampfwertsteigerung für die 3. Panzergrenadierbrigade bedeutete.

Mit der Schaffung des Streitkräfteführungskommandos in Graz wurde ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Bundesheerreform 2010 gesetzt. Innerhalb der "Dritten" bewirkt dies, dass der Kader des Panzerbataillon 10 nach Schließung der Kopalkaserne auf die jeweiligen Zielarbeitsplätze aufzuteilen- bzw. das Garät umzuverteilen oder abzugeben ist.

Bis Juli 2007 ist auch das Panzerabwehrbataillon 1 aus Wr. Neustadt aufzulösen, da in der zukünftigen Gliederung keine weitreichenden Panzerabwehrwaffen vorgesehen sind. Bis Jahresende 2007 ist in das neue Artillerie- Aufklärungsbataillon 3 aufzustellen, welches ihren Standort in Mistelbach haben wird. In diesem gemischten Bataillon werden einige Artilleristen aus Baden (PzAB9) ihre neue militärische Heimat finden, da auch das Panzerartilleriebataillon 9 aus Baden 2008 aufgelöst wird.

  HEUTE


Mit 01. Oktober 2016 wurde der 3. Panzergrenadierbrigade das KdoMilStrf&MP unterstellt und das Panzergrenadierbataillon 35 an die 4. Panzergrenadierbrigade abgegeben.

Am 1. Jänner 2017 war es dann soweit. Aus der 3. Panzergrenadierbrigade wurde das Kommando Schnelle Einsätze (KSE) disloziert mit den Verbänden  Panzerstabsbataillon 3 in Mautern, Jägerbataillon 33 in Zwölfaxing, Jägerbataillon 19 in GÜSSING, Pionierbataillon 3 in Melk, Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach, Kommando Militärstreife und Militärpolizei in Wien und dem ebenfalls zum KSE gestoßenen Kommando ABCAbwehr und ABCAbwehrschule. Das Panzerbataillon 33 wurde in das Jägerbataillon 33 und das Artillerie-Aufklärungsbataillon 3 in das Aufklärungsbataillon 3 und das Panzerstabsbataillon 3 in das Stabsbataillon 3 umbenannt.

Hauptaufgabe dieses Verbandes ist es, neben dem Jagdkommando die Speerspitze des Österreichischen Bundesheeres zu bilden.


 

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