KOMMANDO SCHNELLE EINSÄTZE

  Verein  FÖRDERER

Geschichte der Garnison Mautern

  1900-1918


Die Geschichte der Garnison Mautern war stets eng verbunden mit der militärischen Präsenz der Infanteristen und der Pioniere in Krems. So war die Stadt Mautern bereits vor dem I. Weltkrieg "Außenstelle" der Kremser Garnison. Auf ihrem Gebiet befanden sich Landdienst- und Wasserdienst-übungsplätze. In Teilen des Schlosses waren Soldaten im "Einquartierungshaus", heute Veranstaltungshalle untergebracht.

Ein Lager befand sich seit 1911 auf der Fläche der heutigen Gärtnerei. Anbei wurde Schanzbau, Herstellen von Faschinen und Sprengungen von Palisadierungen geübt. Das der Nikolaihof und ab 1915 auch das Schloss Mautern, diente während des I.Weltkrieges als Rekonvaleszentenheim. Die Deutschmeisterwarte wurde 1914 von der Pionierabteilung des k.u.k. Inf.Rgt. "Hoch - und Deutschmeister" Nr. 4 errichtet - zum Gedenken an die Schlacht von Kolin. Im Februar 1917 wurden auf dem Mauterner Übungsplatz neuartige Sprengstoffe vor der mil. Führungsspitze der Monarchie erprobt.

  1918-1938


In der Zwischenkriegszeit bezog das Infantrieregiment 6 Garnison im Krems, dazu kamen die vereinigten Brückenzüge (später umbenannt in Brückenbaon)

  1918-1945


Auf dem Areal der heutigen RAAB Kaserne wurde 1938 in kürzesteter Zeit ein Barackenlager mit Garagen und Werkstättten errichtet. Dieses Lager war der Standort der leichten Flak Abteilung 94 (2cm FLAK), wo bereits im Dezember 1938 die ersten Rekruten ausgebildet wurden, bzw. die Landesschützen aus Krems neue Quartiere fanden. Auch die damals errichteten Wohngebäude werden heute noch genutzt.

Am 6.5.1945 um 4 Uhr früh wurden die südlichen Joche der Mauterner Brücke durch Obst SOCHE auf Befehl Generaloberst RENDULIC gesprengt.

  1945-1955


Im Sommer 1945 ließen die Sowjets mit Deutschen Kriegsgefangenen und mit Brückengerät der Wehrmacht die Brücke wiederherstellen. Sie wurde im November 1945 durch HBP RENNER eröffnet. In den zehn Jahren der russischen Besatzung waren Truppen der Armee der UdSSR in Mautern untergebracht.

  1957-1965


Nach dem Abzug der letzten Sowjettruppen 1955 und der Aufstellung des österreichischen Bundesheeres am 01. September 1957 wurde nach einer Geländebesichtigung durch den Bundeskanzler DI. Julius RAAB (1956) die Grundsatzentscheidung für den Neubau der Kaserne Mautern getroffen.

Nach der Grundsteinlegung im August 1957 konnten bereits im Juni 1958 die ersten Soldaten in das neu errichtete Manschaftsgebäude einziehen. Die offzielle Übergabe des ersten Bauabschnittes (zwei Mannschaftsgebäude und ein Wirtschaftsgebäude) fand am 20. April 1959 statt.

  1965-1982


Das Kommandogebäude, ein weiteres Mannschaftsgeb?ude und der Zubau beim bestehenden Werkstättengebäude konnte 1965 an die Truppe übergeben werden. Laufende Verbesserungen der bestehenden Infrastruktur (Tankstelle, Munitions- und Treibstoffager, Aufstockung des Offzierskasinos, Werkstätten, Ausbau des Wirtschaftsgebäudes) erfolgten in den Jahren.

  1965-1974


Zusätzlich zu den Baumaßnahmen innerhalb der Kaserne wurden außerhalb zwei Wohnblöcke für das Kaderpersonal der jungen Garnisonsstadt Mautern errichtet. 1974 fanden bereits über 1000 Soldaten in der Kaserne Platz. Das vierte Mannschaftsgebäude wurde 1975, das fünfte und vorläufg letzte Mannschaftsgebäude wurde 1982 ihrer Bestimmung übergeben.

  1982-2017


Die Kaserne ist seit 13. Dezember 1962 Sitz der 3. Panzergrenadierbrigade und war Standort des Panzergrenadierbataillon 11 (Ausbildung), Jägerbataillon 11, Landwehrstammregiment 33 und Jägerregiment 3.
Die letztgenannten Verbände fielen mehreren Umgliederungen im österreichischen Bundesheer zum Opfer, haben sich aber ihren Platz in der Geschichte der "Kaserne Mautern" gesichert.

Die in der Kaserne stationierten Truppen sind ein "Starker. Moderner. Schneller." und verlässlicher Bestandteil des österreichischen Bundesheeres und der österreichischen Bevölkerung.

  2017-


Mit 01. Jänner 2017 wurde die 3. Panzergrenadierbrigade in das Kommando Schnelle Einsätze umbenannt. Aus dem Panzerstabsbataillon 3 wurde das Stabsbataillon 3. Die Aufgabe des KSE besteht hauptsächlich in der Terrorabwehr. Durch ihre Strukturierung kann aber auch ein rasches Einschreiten bei Naturkatastrophen sichergestellt werden.


 

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